Über den Verein

Über den Verein

Tradition

Es gibt in Deutschland ein lange sportliche Tradition des Sportschießens.
Gegründet wurde unser Verein im Jahre 1961.

Obwohl unser Verein noch recht jung ist, blicken wir auf über 54 Jahre Vereinsgeschichte zurück.
Wir haben in dieser Zeit im Schießsport achtbare sportliche Ergebnisse in der Kreis-, Landes- und Bundesebene erreicht.

Seit der Gründung wird viel Wert auf die Jugendarbeit gelegt, denn aus der Jugend wurden und werden
unsere zukünftigen Leistungsträger im Sportschießen gebildet.

Wir sind Mitglied im Westfälischen Schützenbund 1861 e.V. (WSB) und Deutschen Schützenbund (DSB).
Der Westfälische Schützenbund ist in Bezirke und Kreise untergliedert.
Wir gehören dem Kreis 1500 Steinfurt und dem Bezirk I Münsterland an.


Über das 54-jährige Bestehen der Schießfreunde Borghorst e.V. 1961 im Jahre 2016

Laut Eintrag Vereinsregister Nr. 301 wurde die Satzung am 01.11.1961 eingetragen.

Vorstandsmitglieder waren:
Jahr Vorsitzender stv. Vorsitzender Schatzmeister Schriftführer Oberschützenmeister
1961-1964 Werner Strehlow Heinz Fischer Dieter Niemeier Bernhard Aertgen Albert Mayer
1964-1966 Werner Strehlow Ewald Heuping Heinz Fischer Bernhard Aertgen Albert Mayer
1966-1968 Josef Gogreve Ewald Heuping Josef Elfenkämper Heinz Hille Albert Mayer
1968-1972 Ewald Heuping ... Josef Elfenkämper Heinz Heitmann Adolf Gründler
1972-1987 Peter Löffler Bernhard Aertgen Ludwig Buskamp Franz Hünteler Heinz Heitmann
1987-1989 Wilhelm Göcke Otto Albersmann Günter Schliekmann Franz Hünteler Josef Tiemann
1989-2000 Franz Hünteler Dieter Rott Klaus Lucka Erich Hoppe
(ab 1990:
Reinhard Hermann)
Uwe Arning
2001-2003 Klaus Lucka Martin John Ulf Wicke Wolfgang Thiel Josef Tiemann
2003-2005 Klaus Lucka Winfried Wielers Ulf Wicke Angelika Rott Josef Tiemann
ab 2005 Josef Tiemann Winfried Wielers Ulf Wicke Angelika Rott Wolfgang Weiß

Vereinseintrag

Wir sind Mitglied im Westfälischen Schützenbund 1861 e.V. (WSB) und Deutschen Schützenbund (DSB).

Der Westfälische Schützenbund ist in Bezirke und Kreise untergliedert.
Wir gehören dem Kreis 1500 Steinfurt und Bezirk I Münsterland an.

  • Amtgericht Steinfurt:
  • Eintrag Vereinsregister Nummer 301
  • Westfälischer Schützen Bund:
  • Vereinsnummer 1502

Positionspapier

"Erkenntnis ist der Anfang von allem."

Auch vor Erfurt war es stellenweise schwer, Verständnis und Interesse für unseren Sport zu wecken. Nach Erfurt ist der Schießsport in aller Munde, doch leider hat dies negative Auswirkungen, vor allem auf die "schwächsten" Glieder unserer Sportbewegung.

Viele Jugendliche sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, die zum großen Teil auf Unwissenheit und Vorurteilen beruhen.

Beispielhaft angeführt seien hier die Erfahrungen, die einige unserer Jugendlichen in ihrem Schulalltag erlebt haben. Lehrer, die als Pädagogen nicht nur einen großen erzieherischen Einfluss ausüben, sondern durch ihre Bewertung schulischer Leistungen auch die Lebenszukunft ihrer Zöglinge bestimmen, haben Schülern nahe gelegt, unseren Sport aufzugeben. In einzelnen Situationen stellte sich dies sogar als förmliche "Anordnung" dar. Dieses Vorgehen erzeugte, gerade wegen des Abhängigkeitsverhältnisses Lehrer-Schüler, bei den betroffenen Schützen enormen Druck. Eine angemessene Reaktion ist in einem solchen Fall natürlich schwer. Welche Alternativen hat man als junger Schüler schon.

Es ist unsere Pflicht als Vertreter dieser Jugendlichen eindeutig Stellung zu beziehen.

Die Frage hierbei ist aber zunächst: Wozu denn Stellung nehmen? Zu Erfurt sicherlich nicht. Wir müssen uns in diesem Zusammenhang weder rechtfertigen noch Schuldgefühle haben, zumindest nicht mehr, als der Rest der Gesellschaft auch. Wozu also dann?

Die Grundfrage, die sich uns stellt ist: Warum werden wir Sportschützen im WSB/DSB und insbesondere unsere Jugendlichen in einem Atemzug genannt mit Amokläufern und Gewalttätern? Wieso werden wir in der Öffentlichkeit immer noch sehr häufig als Sportler in Anführungszeichen gesehen?

Hierfür gibt es viele Gründe. Hauptursache ist sicherlich, dass wir selbst bisher versäumt haben, uns als Sport klar zu definieren.

Warum sollten wir das tun? Der Fußball muss sich doch auch nicht rechtfertigen.

Nun, bei uns Schützen gibt es einige Faktoren, die auch wir selbst uns klar vor Augen halten müssen. Fußball existiert nur als Sport, geschossen hingegen wird beim Militär, bei der Polizei, bei den Jägern, in der kriminellen Szene und bei den Sportschützen. Allein diese Vielzahl von Bereichen, von denen das sportliche Schießen sicherlich der unbekannteste ist, lässt in den Köpfen der Öffentlichkeit eine Flut unterschiedlichster Bildern entstehen, wenn vom "Schießen" die Rede ist.

Selbst wenn es nur den Bereich des Sportschießens gäbe, würde dies das Gesamtbild nicht verändern. Mann wird mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Organisationen konfrontiert, die sich alle Sportschützenverband nennen, jedoch vollkommen unterschiedliche Auffassungen darüber haben, was in ihr sportliches Programm gehört.

Der Deutsche Schützenbund mit rund 1,6 Mio. Mitgliedern ist der mit Abstand größte Verband für sportliches Schießen.
Der zweitgrößte Bundesverband hat nur rund 30.000 Mitglieder. (Stand 2002)

Bundesweit gibt es eine Vielzahl solch kleiner Verbände, die alle ihre Form von Schießsport betreiben, darunter auch, nach unserer Meinung, kampfbetonte Formen. In der Öffentlichkeit werden diese Verbände und die Unterschiedlichkeit des angebotenen sportlichen Schießens verständlicherweise nicht differenziert gesehen. Wir selbst haben bisher ja auch nicht aktiv versucht, uns von bestimmten Erscheinungsformen abzugrenzen oder noch einfacher, unsere Definition von Sportschießen zu finden.

Wenn wir dies jedoch nicht tun, könnte dafür die Politik sorgen. In dem neuen Waffengesetz ist ein erster Schritt dahin gemacht. Das Bundesverwaltungsamt soll nun die Kompetenzzentrale in der Frage der Anerkennung von Schießsportverbänden und, viel einschneidender; der Genehmigung von Sportordnungen sein. Dies ist ein Prozess, zu dem realistisch denkende Schützen rechtzeitig Stellung beziehen sollten. Wer den Kopf in den Sand steckt, darf sich später nicht über eine ungerechte Bevormundung beklagen.

Wie definieren wir Sport?

Aus unserem Verständnis heraus definieren wir Sport, egal welcher Sportart, wie folgt:

„Zielgerichtete Steigerung des allgemeinen, körperlichen Wohlbefindens - verbunden mit einer Steigerung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten,
in Gemeinschaft mit Anderen, um sich in einem sportlich-fairen Vergleich zu messen”.

Wie definieren wir Schießsport?

Aus Sicht der Sportjugend des Westfälischen Schützenbundes, kann der Schießsport auf drei einfache Pfeiler gesetzt werden:

Diese drei Eckpfeiler stellen die Tätigkeitsfelder dar, welche Schießsport im Sinne der Sportjugend des Westfälischen Schützenbundes verkörpern. Dieses Verständnis wollen wir klar nach außen dokumentieren und uns somit von allen anderen Extremen des (Sport-)Schießens abgrenzen.

Ethische Grundgedanken

Der Schießsportverein hat, wie alle anderen Sportvereine auch, einen Erziehungsauftrag.
Gerade im Schießsport ist es uns sehr wichtig, das ethische Grundwerte und eine dementsprechende Lebenseinstellung vermittelt werden.
Unser Ziel ist es, die Vermittlung dieser Werte mit in den Vordergrund unserer Ausbildung zu stellen um junge Mitarbeiter für diesen Bereich zusätzlich zu sensibilisieren.
Auch wenn ein solches Werteverständnis im Sportverein selbstverständlich ist, sollten gerade wir Schützen dies offen nach außen kundtun und eventuell durch eine Verbandsleitlinie ‘Ethik und Sicherheit’ dokumentieren.

Abschlussbemerkung

Was wir tun müssen, hört sich relativ einfach an:

Unseren Sport so definieren und gestalten, dass wir uns in Zukunft ebenso wenig für das, was wir tun rechtfertigen müssen, wie es die Fußballer tun.

Schaffen wir dies nicht, müssen wir uns nicht wundern, wenn Lehrer wie beschrieben vorgehen und Eltern ihre Kinder lieber zum Schwimmen als in den Schützenverein schicken.

Aus Sicht der Jugend ist diese Aufgabe von existentieller Bedeutung für unser Fortbestehen und aus diesem Grunde haben wir mit diesem Positionspapier einen ersten Schritt gemacht.

Die Sportjugend des Westfälischen Schützenbund e.V. im August 2002