Abteilung Wurfscheiben

Abteilung Wurfscheiben

Auf dem Schießstand in Wettringen - Rothenberge, können nach den Regeln der Sportordnung des Westfälischen Schützenbundes nur Wurfscheiben geschossen werden.
Es kann auch in jagdlichen Disziplinen nach DJV geschossen werden.

Das Wurfscheibenschießen

Das besondere am Wurfscheibenschießen im Gegensatz zu den anderen Schießsportdisziplinen ist, daß es nur "getroffen" und "nicht getroffen" gibt,
und dieses sowohl für Schützen als auch Zuschauer direkt sichtbar ist.
Geschossen wird hier mit Flinten, das Geschoss besteht aus einer Schrotladung.
Das Wurfscheibenschießen unterteilt sich in die Disziplinen Skeet und Trap.

SKEET

Bei der Wurfscheibenschießdisziplin SKEET kommen die Wurfscheiben abwechselnd vom Oberhaus und Unterhaus.
Die Wurfscheiben haben dabei immer die gleiche Flugrichtung, wobei der Schütze von Durchgang zu Durchgang die Schussposition in einer festen Reihenfolge wechselt.

Flinte:
Zugelassen sind alle Flinten einschließlich halbautomatischer Modelle, die das Kaliber 12 nicht überschreiten.
Halbautomatische Flinten müssen so beschaffen sein, daß es nicht möglich ist, mehr als eine Patrone in das Magazin zu laden.

Munition:
Schrotpatronen, Hülse im abgeschossenen Zustand nicht länger als 70 mm, Schrotgröße 2,5 mm und kleiner.
Schrotladung höchstens 24 g.

Wurfscheiben:
Durchmesser 110 mm, Höhe 25 mm und einem Gewicht von 105 g.

Weite, Höhe:
Wurfweite von 65-67 m und Höhe von 4,57 m sind sowohl vom Hochhaus als auch vom Niederhaus durch den gleichen Kreuzungspunkt fixiert.

Anschlag:
Bis zum Erscheinen der Wurfscheibe hat der Schütze seine Flinte mit dem Schaft an der Hüfte zu halten, erst dann darf er in Anschlag gehen.
Außerdem darf auf jede Wurfscheibe nur ein Schuß abgegeben werden.

Der Schütze beschießt von 8 Positionen aus Einzel- und auch Doubletten-Wurfscheiben.
Durch die wechselnden Stände verändern sich für den Schützen jeweils auch die Bedingungen.

TRAP

Bei der Wurfscheibenschießdisziplin TRAP kommen die Wurfscheiben aus ein vorgelagerten Bunker vor den Schützen.
Die Wurfscheiben haben eine nicht vorhersehbare Flugrichtung, wobei der Schütze von Durchgang zu Durchgang die Schussposition ebenfalls in einer festen Reinfolge wechselt.

Flinte:
Zugelassen sind alle Flinten einschließlich halbautomatischer Modelle, die das Kaliber 12 nicht überschreiten.
Halbautomatische Flinten müssen so beschaffen sein, daß es nicht möglich ist, mehr als eine Patrone in das Magazin zu laden.

Munition:
Schrotpatronen, Hülse im abgeschossenen Zustand nicht länger als 70 mm, Schrotgröße 2,5 mm und kleiner, Schrotladung höchstens 24 g.

Wurfscheiben:
Durchmesser von 110 mm, Höhe 25 mm und einem Gewicht von 105 g.

Weite, Höhe:
Die Wurfweite, Höhe und Winkeleinstellung, innerhalb der die Wurfscheibe sichtbar getroffen werden muß, wird nach einem von neun in den Regeln bestimmten Schemen eingestellt.
Die Wurfhöhe, gemessen von der Basisebene in 10 m Abstand von der Wurfmaschine, ist auf mindestens 1,5 m höchstens 3,5 m und die Flugweite zwischen 75 und 80 m festgelegt.

Anschlag:
Stehend freihändig auf den Abruf des Schützen hin wird die Wurfscheibe sofort geworfen.
Auf jede Scheibe dürfen zwei Schüsse abgegeben werden.

Wettkampfprogramm:

Aus 5 Gruppen mit je 3 Maschinen werden aus einer Deckung, die vom Schützen 15 m entfernt ist, die Wurfscheiben geschleudert.
Internationale Wettkämpfe werden bei Männern über 125 Wurfscheiben (5 Serien à 25 Wurfscheiben) und bei Frauen über 75 Wurfscheiben (3 Serien à 25 Wurfscheiben) durchgeführt.
Danach nehmen die sechs Besten an einem Finale über 25 Wurfscheiben teil.
Bei nationalen Turnieren können größere oder kleinere Wettkampfprogramme ausgeschrieben werden.
Die Summe der Treffer entscheidet über die Plazierung der Teilnehmer.

Übrigens ist Trapschießen einer der ältesten olympischen Schießwettbewerbe (seit 1900)!